Small Stack Strategie

Small Stack Strategie


Viele Pokerspieler sind auf der Suche nach DER richtigen Strategie beim Poker, um ihre Gewinne erhöhen zu können. Während man nach dieser "richtigen" Strategie sucht, stolpert man über allerlei verschiedene Beschreibungen, wie man es richtig anstellt, beim Poker Geld zu verdienen. Ob oder wie diese Strategien wirklich so funktionieren hängt nicht zuletzt davon ab, wie jeder Einzelne sein eigenes Spiel gestaltet. Eine beliebte Strategie ist die sogenannte "Short-Stack-Strategie", im Internet oftmals unter dem Kürzel "SSS" zu finden. Die "Gegenstrategie" zur Short-Stack-Strategie (SSS) ist die sogenannte "Big-Stack-Strategie". Diese beiden stehen sich in ihrer Art und Form gegenüber und sind völlig unterschiedlich zu spielen, schon allein deshalb, weil die verschieden große Stack-Höhe eine jeweils andere Spielweise erfordert. Hier soll nun aber näher auf die Short-Stack-Strategie eingegangen werden und deshalb ist zuerst zu klären, was es eigentlich genau mit dieser Strategie auf sich hat.

Bei der Short-Stack-Strategie geht es darum, mit einem bestimmten Bankroll an einen Cash-Table zu gehen, der als sehr gering gewertet werden kann bzw. muss. Für die meisten hat sich ein Wert von ca. 20 x dem Big Blind eingependelt, der als ideal angesehen wird. Der Effekt, der durch diese Short-Stack-Strategie erzielt werden soll bzw. auch erzielt wird, ist, den Big-Stack-Strategen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Durch die Tatsache, das man als Short-Stack in der Regel nur Premium-Karten spielt, wird ein Big-Stack nur ganz selten einen Re-Raise bei einem Short-Stack versuchen, weil man immer davon ausgehen kann, dass der Short-Stack eine wirklich sehr gute Hand hält. Die Short-Stack-Strategie bedingt also dadurch, dass man sie zum allergrößten Teil in der Pre-Flop-Phase des Spiels umsetzt, während die Big-Stack-Strategie erst richtig zum Tragen kommt, wenn man in der Post-Flop-Phase ist. Erst dann kann der Big-Stack vernünftig großen Druck auf die anderen Mitspieler ausüben, der durch den großen Stack ermöglicht wird. Durch das geringe Bankroll des Short-Stack ist dieser gezwungen, sehr tight zu spielen und dementsprechend ist gegen einen Short-Stack-Spieler kaum ein Gewinn zu erwirtschaften. Deshalb meiden die meisten Big-Stack-Spieler auch Tische, an denen Short-Stacks spielen, weil man einfach zu viel Zeit für zu wenig Gewinnerwartung opfern bzw. investieren muss. Wie aber genau funktioniert nun die Short-Stack-Strategie genau? Nachfolgend kommt die Erklärung.



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Die "SSS" lebt also im Grund von der Schwäche, die man mit seinem kleinen Stack am Tisch darstellt. Deshalb sucht man sich einen Tisch mit der maximalen Spieleranzahl heraus (Full Ring mit mindestens 7 Spielern!) wobei die anderen Spieler möglichst alle große Stacks haben sollten. Wenn mehrere Short-Stacks am Tisch sind, verdirbt einem dies das Spiel. Wenn man einen oder mehrere Tische gefunden hat, die auf die beschriebene Kategorie passen, dann kauft man sich mit dem zulässigen Minimum dort ein (Für gewöhnlich sind das 20 Big Blinds). Jetzt kann man sich bereits einmal vorstellen, wie man an einem solchen Tisch sitzt, zum Beispiel No Limit $ 10 und der Tisch ist mit 9 weiteren Spielern besetzt, die alle zwischen $ 7 und $ 10 im Stack haben. Man selbst sitzt nun mit $ 2 an diesem Tisch. Big-Stacks denken für gewöhnlich über einen Short-Stack, sofern man als Short-Stack einen All-in Move macht, dass man ein Pokeranfänger ist, der sich nicht traut, mit mehr Geld an den Tisch zu kommen. Dementsprechend versuchen Big-Stacks oftmals, die Small-Stacks auszuspielen da sie sich in der besseren Position fühlen.

Genau da liegt der größte Vorteil der Short-Stack-Strategie. Sie ist zwar simpel, aber dafür sehr effektiv. Man raist keine 2 Big Blinds oder ähnliches, denn als Short-Stack pusht man sofort All-in. Der Vorteil für den Short-Stack-Spieler ist, dass er quasi keine schweren Entscheidungen zu treffen hat, die sich großartig auf seine Online Casino Bankroll auswirken können im negativen Sinn. Man wirkt mit einem Short-Stack sehr schwach auf die meisten Gegner und geht, mit der entsprechenden Starthand ausgerüstet, schon pre-Flop All-in und man liegt damit direkt in Führung. Absolut maßgeblich und von aller größter Wichtigkeit sind dabei die Starthände, die man als Short-Stack spielen muss. Dies erfordert eine Menge Disziplin, die man unbedingt dafür aufbringen muss, um erfolgreich sein zu können.

Folgende Kategorisierung der Starthände hat sich als praktikabel herauskristallisiert: Die erste Kategorie sind die sogenannten "Premium-Hände". Darunter fallen As/As, K/K, Q/Q. Die zweite Kategorie besteht aus den Starthänden A/K, JJ, TT. Dann folgt die dritte Kategorie mit den Starthänden A/Q, 9/9, 8/8 und zu guter letzt die 4. Kategorie mit A/J, 7/7, 6/6 und 5/5, welche aber nur in Ausnahmefällen gespielt werden sollte. Mit genau diesen Kombinationen darf man als Short-Stack-Stratege spielen, mit keinen anderen. Man muss sich ziemlich sicher sein können, dass man mit seiner Hand vorne liegt, sonst macht die ganze Strategie keinen Sinn und man wird verlieren. Nun stellt sich natürlich, jetzt da man die zu spielenden Starthände kennt, die Frage, wann man nun welche Hand und gegen wen man sie spielt. Auch das soll erklärt werden, um die Strategie zu vervollständigen. Lerne Poker Online und verbessere Dein Spiel.

Jetzt kommt die Spielposition am Tisch unter die Lupe, denn diese ist genauso essenziell für ein erfolgreiches Pokerspiel wie die Auswahl der Starthände, die man spielen sollte. Die Position ist deshalb so wichtig, weil man beispielsweise an früher Position nicht weiß, was alle nachfolgenden Spieler für Hände halten könnten. Spielt man an einer späten Position, hat man bereits einen ersten Überblick über das Setzverhalten der vorangegangenen Spieler und kann auf diesem Verhalten sein eigenes Spiel aufbauen. Folgende Positionen gibt es beim Poker. Frühe Position, mittlere Position, späte Position und die Blinds. Damit nachvollziehbar wird, warum die Position so viel Gewichtung beim Poker hat, nun ein kleines Beispiel. Wenn man also beispielsweise mit der Starthand A/Q im Cut-off sitzt (eine späte Position) und ein Spieler vor einem hat in früher Position erhöht, und hat dabei ein Spieler in mittlerer Position den Bet des Spielers aus der frühen Position geraised, kann man sich fast sicher sein, dass hier starke Hände im Spiel sind und deshalb die eigene Hand nicht sehr gut sein kann. Mit dieser Information weiß man, dass ein Push (All-in) extrem riskant wäre und man lieber die Finger davon lassen sollte. Der Spieler, welcher in EP oder sogar UTG (Under the Gun) ist, benötigt für dieses All-in eine sehr gute Hand halten (Kategorie 1 oder 2), was normalerweise auch der Spieler in MP weiß.

Im wesentlichen empfiehlt es sich, unter folgenden Gesichtspunkten mit seiner Hand aktiv zu werden. Wenn man in der frühen Position sitzt, hat man keinerlei Information darüber, welche Hände die anderen Spieler am Tisch haben könnten. Deshalb beschränkt man seine Aktivität auf dieser frühen Position darauf, nur wirkliche, sogenannte Monsterhände, zu spielen. Das bedeutet, man spielt in der frühen Position ausschließlich Karten aus der Kategorie 1! Selbst J/J zu spielen wäre aus dieser Position zu gefährlich, denn da es mind. 7 weitere Spieler gibt, die nach einem am Zug sind, ist die Gefahr zu groß, dass jemand A/Q, A/K oder sogar ein Top Pair auf der Hand hält und man mit J/J geschlagen wird. Auf der Seite CasinoVerdiener gibt es viele nützliche Informationen.

Sitzt man an einer mittleren Position und es hat noch niemand vor einem erhöht, hat man bereits die Information, dass mindestens 3 Spieler vor einem vermutlich kein starkes Blatt halten. Damit lassen sich die Kategorien 1 und 2 bereits spielen. Es gibt natürlich keinen absoluten Schutz davor, dass nicht in einer späten Position doch noch ein Paar Asse sitzen, aber in der Regel kann man davon ausgehen, dass die eigene Hand in diesem Fall zumindest gut ist und gute Gewinnaussichten hat. Sitzt man dagegen in der mittleren Position und es hat bereits ein Spieler in früher Position erhöht, hat man die Information, dass zumindest 1 Spieler bereits eine starke Hand hält. Dadurch verkleinert sich die Range der zu spielenden Hände wieder auf die Kategorie 1. Oftmals ist es natürlich so, dass in der frühen Position auch eine Kombination aus A/8 oder ähnliches ein Bet bekommt, da der Spieler dann unerfahren ist, aber die Gefahr ist potenziell zu hoch, weshalb man hier lieber einmal mehr folden sollte als einmal zu oft viel zu riskieren!

Hat man in einer mittleren oder späten Position sein Bet gesetzt und man wird 1-2 x gecallt, kann man dennoch pushen. Gerade in diesem Fall sind es oftmals unerfahrene Spieler, die einfach nur spielen wollen und darauf aus sind, den Flop zu sehen. Genau diese Spieler stellen die Zielgruppe dar, mit der man sein Bankroll aufbessert! Es kann natürlich auch ein erfahrener Spieler sein, der mit einem kleinen oder mittleren Paar versucht, günstig an den Flop zu kommen um dort evtl. ein Set (Drilling, Three of a Kind) zu treffen. Ein solcher Spieler würde aber einen Push in der Regel eher nicht callen. Hier gilt, dass man Karten aus den Kategorien 3 und 4 grundsätzlich folden muss!

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Wenn man nun in der späten Position sitzt, spielt man seine Hände natürlich wieder etwas anders, denn nun hat man die größtmöglichen Informationen über die Hände der Vorgänger. Hat niemand erhöht, weiß man, das der Großteil des Tisches keine gute Hand haben sollte, deshalb kann man mit jeder Kategorie anfangen zu pushen. Wurde allerdings wenigstens 1-2 x geraised oder waren sogar reraises zu sehen, sind höchstwahrscheinlich wieder starke Hände im Umlauf, wodurch sich die eigene zu spielende Hand wieder auf die Kategorie 1 beschränken muss! Gab es dagegen nur 1 raise aus früher Position, ist es vermutlich ebenfalls eine starke Hand und auch hier werden nur Karten aus der 1. Kategorie gespielt. Kommt dieses raise allerdings aus der mittleren oder späten Position, kann es wieder eine durchschnittlich gute Hand sein und der Spieler versucht, den Pot auf einfache Art und Weise für sich zu gewinnen. Hier spielt man wieder die Hände aus Kategorie 1 und 2. Wurde 1-2 x gelimpt (BB call), sind es meist kleine Paare oder sonstige mittelmäßige Hände, weshalb man die Hände aus den Kategorien 1-3 spielen darf.

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Wenn mehr als 2 x gelimpt wurde, darf man ausnahmsweise alle Kategorien spielen, da viele Limps auch einen steigenden Pot bedeuten, ohne dass eine starke Hand auffällig geworden wäre. Das bedeutet, dass eine gute Menge Geld in der Tischmitte liegt, wobei keiner eine wirklich gute Hand hält. Hier kann man selbst mit A/J pushen, obwohl diese Hand keine wirklich gute ist. Die meisten werden direkt aussteigen, weil der Flop zu teuer werden würde. Wenn doch jemand callt, hat dieser Caller in der Regel dennoch nur eine mittelmäßige Hand, mit der er die Kontrolle übernehmen möchte, weil er der Meinung ist, man würde nur den Pot stehlen wollen.


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